Newsticker #18

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Berlin-Grunewald, 21. April 2017

Elementar, engagiert, originell und gänzlich unprätentiös!
Über das Unverwechselbare in der Kunst von Kevin A. Rausch.

Liebe Freunde der Galerie,

die Ausstellung von Kevin A. Rausch rückt näher (Vernissage 05. Mai / 19 h) und wir möchten euch schon jetzt auf die neue Show einstimmen. Deshalb heute ein paar Bemerkungen zum Unverwechselbaren und Originellen in seiner Kunst.

Was macht seine Kunst so besonders? Was hebt Kevin A. Rausch von anderen ab? Kunstjournalisten, Kuratoren, Galeristen und Sammler haben darüber nach­gedacht, was das Einzigartige ist an der Kunst von Kevin A. Rausch.

Sind es die charakteristischen erdigen und dunklen Farben, die der Künstler verwendet — und durch die ein melancholisches Moll in seinen Bildern mitschwingt? Oder ist es die „harte Form des Realismus zwischen Weinen und Lachen“, wie die österreichische Kuratorin Barbara Baum meint? „Warum brauchen wir Bilder wie die von Kevin A. Rausch überhaupt?“, fragt Baum weiter, um gleich hinzuzufügen: „Weil sie eigenständig sind. Und weil sie sich in ihrer Authentizität glaubwürdig von anderen Werken junger Künstler abgrenzen!“

Kevin A. Rauschs Kunst eröffnet viele ‚Lesarten‘! Aber außergewöhnlich ist sicher seine sensible und sehr individuelle Sichtweise auf unsere Zeit und auf die Dinge, die auf uns einwirken. Bemerkenswert ist auch Kevin A. Rauschs gänzlich unprätentiöse Einstellung zu seiner künstlerischen Arbeit. Sich irgendeinem Kunstgeschmack anzupassen oder sich an etwas abzuarbeiten, was seinem Publikum und seinen Sammlern einmal gefallen hat, lehnt er ab. Das ist ihm suspekt und nicht sein Ding: „Ich will meine Kunst weiter vorantreiben. Und deshalb interessieren mich Wiederholungen nicht!“, so Rausch.

Figuratives und Landschaftliches spielen in seine Bilder hinein — Wälder, Seen, Hoch­gebirgsszenerien. Doch mit stimmungsvollen simplen Inszenierungen von Natur hat das alles nichts zu tun. In Kevin A. Rauschs Œuvre erscheint die Natur im übertragenen Sinn. Sie ist Metapher für das Dasein in einer Welt, deren sinnstiftende Inhalte keineswegs offensichtlich sind. Diese Doppeldeutigkeit erlebt der Betrachter in einer sinnlich berauschenden, expressiven Ästhetik.

Das, was er hier durch Kunst erlebt und erfährt, das kann der Betrachter für sich mitnehmen. Und zwar, weil die Lebensspuren und -situationen, mit denen die Bildräume des Künstler aufgeladen sind, immer auch ihn und seine Gegenwart meinen. Und weil Kevin A. Rauschs Bilder den Betrachter zu einem stillen Dialog einladen.

Kevin A. Rauschs Werke spiegeln nicht die Natur an sich, sondern die ‚Natur des Menschen‘. Das muss man zum Verständnis dieser Kunst wissen. Der Mensch, niemals in idealisierter Vollkommenheit dargestellt, sondern immer nur angedeutet, spielt die Hauptrolle im Werk des Österreichers. Seine Lebensspur zieht sich — wie bei einer Langzeitbeobachtung — durch das Œuvre. Das Werk von Kevin A. Rausch reflektiert Sehnsüchte und Hoffnungen ebenso wie Ängste und tragische Erkenntnisse, mit denen der Mensch leben muss.

In dieser Malerei geht alles nahtlos ineinander über — das Phantastische und Visionäre, das betörend Schöne und Romantische, das Dämonische und Apo­kalyptische, das Träumerische und das Alptraumhafte. Aber auch das Absurde und Groteske.

Nichts in dieser Malerei ist statisch. Selten gibt es eine Form oder eine Perspektive, die Halt bietet. Und nicht allzu oft setzt sich gegenüber den teils schockierend-apokalyptischen Andeutungen der blaue Himmel durch. Und wenn, dann verschmilzt die magische Stimmung mit den Eindrücken von Dunkelheit und Ungewissheit.

Das Werk von Kevin A. Rausch ist in vielerlei Hinsicht bemerkenswert. Der Öster­reicher zählt zu den ganz wenigen jungen Künstlern, die konsequent und experimentell an einer persönlichen Bildsprache arbeiten und die nicht nur der Gegenwartsmalerei neue Impulse zuführen, sondern die auch ein Spiegel seiner Generation und Ausdruck unserer Zeit sind.  [archie]



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