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Dass Farben und Bewegung im Kunstkonzept der Berliner Künstlerin Julia Benz den Vorrang haben, ist augenscheinlich. Ihr Schaffensprozess zielt ganz darauf ab, durch Farbkombinationen, Farbströmungen und Farbspuren den (Bild-)Raum in Bewegung zu setzen.
Neben Einzel- und Gruppenausstellungen hat Julia Benz in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut an Projekten und Workshops unter anderem im Sudan, Uganda, Thailand, Finnland und Brasilien mitgewirkt. Sie realisierte große Wandmalereien im privaten und öffentlichen Raum, wie beispielsweise in der deutschen Zentrale von PayPal in Berlin oder an der Außenwand der Kanadischen Botschaft in Khartum (Sudan) realisiert. In diesem Jahr schuf die Künstlerin ein vierzehn Meter langes Wandbild auf Acrylglas für das Café der c/o Galerie, Berlin.
Die Künstlerin arbeitet hauptsächlich mit Acrylfarbe, Tusche oder Spraydose. In ihrer Malerei lösen sich konkrete Formen in Abstraktion auf und umgekehrt. „Mein Ziel ist es, den Betrachter mit abstrakten Andeutungen zu eigenen Assoziationen anzuregen. Dabei spielen Farben für mich eine wichtige Rolle. Farben sind für mich ein Spiegel von Emotionen (…)“, sagt Julia Benz. Ihre Bilder sind sowohl atmosphärisch aufgeladene Energiefelder als auch visuelle Erlebnisräume.
Die Eigendynamik der Farbe steigert die Künstlerin durch stilisierte, der Natur angenäherte Formen oder andere Gebilde, die entfernt an Architekturen, technologische Module oder Raster denken lassen. Solche Anspielungen auf „irgendwie“ vertraut erscheinende körperhafte Formenkonstruktionen suggerieren dem Betrachter der Bilder zwar Beziehungen zur Wirklichkeit, doch lassen sie sich keinem realen Gegenstand zuordnen. Sie bleiben immer bildnerische Andeutungen oder Metapher. Als Gestaltfaktor spielen sie im Werk der Künstlerin eine primäre Rolle. Sie bestimmen die Kompositionen ganz wesentlich und sind mitentscheidend sowohl für die Tiefenwirkung und den Rhythmus, als auch für die Dynamik und die Vehemenz ihrer Bilder.
André Lindhorst, 2020, © Köppe Contemporary
2010-12
Studium der Malerei Kunstakademie Düsseldorf
2012-14
Studium der Malerei, Universität der Künste Berlin
2015
Meisterschülerin, Universität der Künste Berlin, Prof. Burkhard Held
2018
Tao Hua Tan Artist Residency (1 Monat, Mai – Jun) in Xuancheng und Shanghai, China
Ausstellungen (Auswahl)
Projekte
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