Michael Köster

Michael Köster

Michael Köster (*1960 in Berlin) inszeniert ebenso suggestive wie stille Bilder, die durch eine kühle Formensprache charakterisiert sind. Seine oft mit Überschärfe in präziser Lichtregie und in feinsten Hell-Dunkel-Nuancen effektvoll ins Bild gesetzte Architekturszenarien lassen u.a. Einflüsse der Fotografie der Neuen Sachlichkeit erkennen. Auch an die Stilmittel des Film Noir wird der Betrachter erinnert – zumal dann, wenn der Künstler vereinzelt Menschen wie Staffagefiguren vor unbelebten Architekturen oder nächtliche Straßenfluchten ins Bild setzt.

Magische, visionäre oder überhaupt ungewöhnliche Wirkungen entfalten Kösters Fotografien insbesondere auch dadurch, dass urbane Szenerien wie z.B. Gebäude, Brücken, U-Bahn-Stationen oder monumentale Denkmale – obwohl am Tag aufgenommen – ins Dunkle bzw. vor (scheinbar) nächtlichen Hintergründen versetzt sind. Oft sind seine Motive aus dem Kontext ihrer urbanen Umgebung herausgenommen. So ungewöhnlich inszeniert und wie in den leeren Raum gestellt, wirken solche Motive wie „eingefroren in der Zeit“.

Michael Köster hat einen prägnanten Stil entwickelt. Seine Bilder bewirken ambivalente Empfindungen. Seine Fotografien legen den Betrachter nicht fest, sondern fordern dessen eigene Sicht und Imagination. Auf die Frage, wie denn das Publikum auf seine Bilder reagiert, antwortet der Fotograf: „Mir gefällt es sehr, wenn der Betrachter meiner Bilder mir sagt: ‚An diesem Gebäude gehe ich oft vorbei, ohne es bewusst wahrzunehmen. Ich habe es auf Ihrer Fotografie auf den ersten Blick gar nicht erkannt. Doch so, wie sie es zeigen, hat es mich zum ersten Mal wirklich interessiert und ich habe mich damit beschäftigt.‘“

André Lindhorst, 2022, © Köppe Contemporary

Vita

Michael Köster hat sich seit Mitte der 1980er Jahre mit Fotografie beschäftigt. Er bildete sich autodidaktisch fort, arbeitete zunächst analog. Der Umstieg auf die digitale Fotografie erfolgte 2010. Als einen besonderen Einschnitt bezeichnet Köster die digitalen künstlerischen Möglichkeiten der Nachbearbeitung seiner Aufnahmen. Das ermöglichte dem Künstler, seine Vorstellungen und Visionen stärker als zuvor Stimmungen umzusetzen sowie einen eigenen künstlerischen Stil zu entwickeln. Primär beschäftigt sich der Künstler mit der Abbildung von Architektur im urbanen Raum – und zwar sowohl in der Konzentration auf Außen- als auch Innenansichten.

Ausstellungen (Auswahl)

Awards

Publikationen

 

BerndKoester-KoeppeContemporary-2021

Broschüre der Galerie KÖPPE CONTEMPORARY.

Januar 2022

PDF (Erscheint im Januar 2022)

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