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Als echter Allround-Künstler – als Maler, Zeichner, Musiker, Trickfilmer, Performer, Veranstalter von Aktionskunst-Projekten und Happenings unter anderem in New York und Berlin – hat sich Avignon in nur wenigen Jahren international einen Namen gemacht.
Jim Avignon zählt zu den ungewöhnlichsten Akteuren der Kunstszene. In seinen Motiven und Themen spiegelt sich ein offenes und vorbehaltloses Interesse an allen Aspekten des Alltagslebens. Mit seiner eigenwilligen Bildsprache thematisiert Avignon ab den 1990er Jahren als Shooting-Star das Lebensgefühl einer multinationalen Gesellschaft. „Kaum ein Künstler wird so mit Berlin identifiziert wie Jim Avignon“, schrieb 2019 der Tagesspiegel.
Der etablierte Kunstbetrieb und eine lineare Karriere interessieren den Künstler herzlich wenig. Er bezeichnet sich selbst als einen Abenteurer, der in erster Linie seiner Neugier folgt. Kunst ist für ihn Kommunikation und Austausch. Symptomatisch sind beispielsweise die interaktiven Elemente seiner Kunst, etwa die seiner weltweiten Street-Art-Aktivitäten.
Seine Themen realisiert Jim Avignon mit Mitteln der Groteske, der Satire und der Karikatur zwischen schwarzem Humor, Poesie und politischem Ernst. Dabei mischt der Künstler unbekümmert Stilistiken der Werbung, der Plakatkunst, des Comics, des Graffiti und der klassischen Malerei zu einer „energetischen und farbenfrohen (Aktions-)Kunst, die den Nerv unserer Zeit trifft“ (Art Profil, 2014, Nr. 102). Jim Avignon ist Chronist des urbanen Lebens. In seinen Themen spiegeln sich die Lust und die Zwänge des Großstadtlebens ebenso wie die politischen Nuancen globaler oder deutsch-europäischer Verhältnisse und Konflikten, die die Welt erschütterten.
Motivkreisen wie Liebe, Sexualität und Tod stehen Themen des gesellschaftlichen Wandels gegenüber. Neben den Milieustudien und der Beschäftigung mit der eigenen Biografie sowie den politischen Serien, steht die Auseinandersetzung mit der Kunstgeschichte und der Comic-Kultur. Das Überschreiten der Grenzen durch erweiterte Formen der künstlerischen Öffentlichkeit zeichnet Jim Avignon aus. Er ist ein multitalentierter Kommunikator, der mit klaren Botschaften ein kunstinteressiertes Publikum ebenso erreicht wie kunstferne Besucherschichten.
André Lindhorst, 2020
(unter Verwendung von Texten Jim Avignons)
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